Lass dir die mobilen Betriebssysteme von Smartphones erklären.

Lieber Blogleser,

heute befasse ich mich nun, wie versprochen mit dem Thema: Custom Rom für Android.

Wenn man also, wie im letzten Beitrag beschrieben, muss man erst über sein Android-System den Root-Zugriff erlangen um dann in den Genuss von Custom-Roms zu kommen.

Was sind eigentlich Custom-Roms?

Android ist ein Open-Source-Betriebssystem. Das heißt, dass man keine Lizenzgebühren zahlen muss, um den Programm-Code zu benutzen und um auf seinem Gerät installieren zu können. Gleichzeitig ist dieser auch frei verfügbar und von jedem Einsehbar.

Google veröffentlicht die Android-Versionen und alle Hersteller nehmen diesen Programm-Code und passen ihn für ihre Geräte an. Das dauert meist sehr lang, da sie eine angepasste Oberfläche drüber stülpen und auch viele Tests durchführen müssen, um eine gute Stabilität gewährleisten zu können.

Das einzige Smartphone, welches in den Genuss von einem “reinen Android” kommt, ist die Google Nexus-Reihe… Für diese Geräte ist ein Update sofort nach Veröffentlichung einer neuen Android-Version verfügbar und es gibt eine angepasste Benutzeroberfläche. Alle Funktionen, die man zusätzlich haben möchte, muss man mit Apps aus dem Android-Market erweitern. (welche auch vollkommen ausreichend vorhanden sind)

Wer aber jetzt zum Beispiel Ice-Cream-Sandwich (ICS -> Android 4.0) für sein Smartphone haben möchte, aber nicht mehr auf ein eventuellen Update seines Smartphone-Herstellers warten möchte, kann sich eine Custom-Rom holen.

Custom-Roms werden von “Hobby-Programmierern” für jedes Gerät angepasst. Das Hobby soll heißen, dass sie Ihre Freizeit opfern und nicht einem bestimmten Unternehmen angehören. Hier liegt auch der Knackpunkt. Einerseits erhält Android keine extra Benutzeroberfläche, was meist zu einem Performance-Schub führt und andererseits sind sie nicht verantwortlich, wenn mal was nicht funktioniert und sie fügen nach einander alle Funktionen hinzu. Also wenn man sich eine frühe Version einer Custom-Rom zulegt, kann es sein, dass zum Beispiel die Kamera noch nicht richtig funktioniert oder dass die SMS nicht angezeigt werden.

Was benötigt man alles zum Modden? Ein Windows-Betriebssystem. Nicht als Visuelle Maschine auf einem Mac, sondern dann als BootCamp. Ein wenig Speicherplatz auf dem Smartphone und ein wenig technisches Verständnis.

Einer der weit verbreitetsten Mods ist der CyanogenMod.

Quelle: cyanogenmod.com

Auf deren Seite gibt es eine Liste von allen Smartphones für die Mods zur Verfügung stehen, was eine ganze Menge ist, und in deren Forum findet man auch Anleitungen, wie so ein Mod durchzuführen ist.

Sehr hilfreich ist auch die Google-Suche. Mit den Begriffen “GeräteName” Custom Rom “AndroidVersion”. Da werdet ihr viele CustomRoms finden und auch immer wieder Erklärungen, wie man so einen Mod installiert.

Bei Cyanogen ist noch zu sagen, dass keine Google-Apps, wie Google Maps und der Market, installiert sind. Diese sollte man beim Modden gleich mit installieren -> Übersicht+Download

Nach der Installation sind natürlich all eure Daten weg und ihr solltet sie daher vorher Sichern.

Nach dem Modden werden ihr wahrscheinlich merken, wie schnell doch so ein Android-Gerät sein kann und welche Funktionen vor euch verborgen blieben.

Bitte beachtet, dass es unzählige Foren gibt, in denen das Thema CustomRom ausführlich besprochen wird. Benutzt einfach die Google-Suche!

Für noch mehr Links schaut bitte auf meine Links/Quellen.

Vielen Dank fürs Lesen!

euer

Mobiledigs

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