Lass dir die mobilen Betriebssysteme von Smartphones erklären.

Heute ist das Paket angekommen. Nachdem ich es aufgeladen und mir eine Micro-SIM besorgt habe, war es bereit für einen ersten Test.

Zunächst einmal ein paar technische Eckdaten:

Größe: 130,9 x 65 x 7,8 mm
Gewicht: 119,5 g mit Akku
Display: Super-AMOLED-Touchscreen (540 x 960 Pixel)
Bildschirm: 4,3“
Prozessor: 1.5 GHz, Dualcore Prozessor
1.5 GHz, Dualcore
Kamera mit HTC ImageSense Kamera mit HTC ImageSense

  • 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus, intelligentem LED-Blitz
  • F2.0-Blende und 28-mm-Objektiv 1080p HD-Videoaufnahme
  • VGA Frontkamera (0,3 Megapixel)
Betriebssystem: Android 4.0 mit HTC Sense 4 Betriebssystem
Android 4.0 mit HTC Sense 4
Speicher:  Speicher gesamt: 16 GBRAM: 1GB Speicher
Speicher gesamt: 16 GB fest verbaut (+ 25 GB Dropbox für 24 Monate)
RAM: 1 GB
Akku: Kapazität:1650 mAh Akku fest verbaut
Kapazität: 1650 mAh
Klangoptimierung: Beats Audio Klangoptimierung
Beats Audio

Der UVP liegt für dieses seit April 2012 in Deutschland erhältliche Gerät bei 499 €. Mehr Infos findet ihr auf der HTC One S Website.


Im Lieferumfang enthalten ist:

Inhalt des TRND-Pakets

  • das One S in schwarz
  • ein USB-/Ladekabel
  • einfache HTC-Kopfhörer mit Microfon (keine In-Ears)
  • kein Akku, da der im Gerät fest verbaut ist
  • der Garantiebeleg
  • eine Kurzanleitung, auf der die wenigen Tasten des One S gekennzeichnet sind

Mein erster Eindruck:

Das Handy wirkt sehr hochwertig. Es liegt gut in der Hand, sogar ein meiner kleinen Frauenhand. Bei einem 4,3 Zoll großem Display hatte ich das nicht erwartet. Es ist angenehm leicht und gut ausbalanciert. Die Oberfläche ist edel matt, tief schwarz und fühlt sich wirklich wertig. Ich konnte weder Kratzer, auffällige Spaltmaße, noch sonstige Verarbeitungsfehler feststellen. Allerdings finde ich es nicht optimal, dass die Kameralinse aus dem Gehäuse herausragt. Sobald man es hinlegt, liegt es automatisch immer auf der Linse. Nicht, dass es stören würde, ich befürchte nur, dass es auf Dauer schlecht für die Kamera ist.

Die erste Hürde entdeckte ich auch prompt. Wo zum Teufel ist der SIM-Karten-Slot? Ich habe das Gerät immer wieder in alle Richtungen gedreht, hier und da mal gezogen und geschoben, aber keinen Slot gefunden. Es rührte sich einfach nichts. Hab dann nach einer Anleitung gesucht und dann festgestellt, dass es so eine richtige Anleitung wie man sie von früher kennt, nicht gibt. Dem Gerät wurde lediglich ein Kärtchen beigelegt, auf dem das Handy abgebildet ist und die Tasten gekennzeichnet und bezeichnet werden. Also drehte, zog und schob ich weiter. Auf den zweiten Blick sah ich dann den Hinweis im Kleingedruckten der Kurzanleitung. Man müsse für weitere Informationen den Menü-Button (nur im angeschalteten Zustand sichtbar) betätigen. Also schaltete ich das Handy erstmal ohne SIM an. Das hochfahren ging wirklich flott, deutlich schneller als beim HTC Desire S, das ich bis vor kurzem besaß. Direkt danach wurde einem angezeigt, wo sich der SIM-Slot befindet, also obere Rückseite hinter der Kameraabdeckung. Leider wurde nicht deutlich wie ich die Abdeckung runterbekomme. Also schob und zog ich mal wieder eine Weile vor mich hin bis ich auf die Idee kam den Fingernagel zwischen Abdeckung und Unibody einzusetzen und schon ging das Ding auf. Danach war alles ganz easy und ich kann nicht, wie in einigen Rezensionen gelesen bestätigen, dass das Spaltmaß nach wieder Einsetzen der Abdeckung nicht mehr stimmt. Bei meinem Gerät sitzt alles perfekt wie eh und je.

Die Fehlende Anleitung wird übrigens dadurch kompensiert, dass während der Verwendung des One S immer wieder Hinweise zur Benutzung der Funktionen während der Nutzung selbst direkt auf dem Display angezeigt werden. Wen es stört oder keine Hilfe braucht, kann diese Funktion ausschalten.

Das Display ist brilliant wie ich es von Samsungs Super AMOLED gewohnt bin. Allerdings ist Apples Retina Display im direkten Vergleich noch einen Tick schärfer. Es fällt aber wirklich nur denjenigen auf, die bewusst darauf achten und die handys mal nebeneinander halten. Es reagiert auf Befehle schnell und flüssig, ich habe bei einem neuen und hochwertigen Handy allerdings auch nichts anderes erwartet. Da ich vorher bereits Android-Smartphones besaß ging die Synchronisation super schnell und unkompliziert. Beim ersten Anschalten wird man direkt durch ein Menü geführt, wo man alle zu synchronisierenden Konten anklicken kann. Ein Aufwand von wenigen Sekunden und schon waren alle meine Kontakte aus Google, Facebook und Xing importiert und miteinander verknüpft. Eine Funktion, die ich bereits vom Desire S kannte und liebte. Beim One S ging es jedoch noch schneller und unkomplizierter. Auch meine Apps konnten extrem unkompliziert wieder hergestellt werden. Einfach im Google Play Store anmelden, MEINE APPS anklicken und schon läd er alle Apps, die man bereits vorher auf seinem alten Androiden hatte, runter. Auch das Einrichten von Mail-Konten geht recht einfach. Genauso wie die Wiederherstellung des Google-Kalenders. Nach maimal 30 Minuten, hatte ich die wichtigsten Einstellungen und Synchronisationen vorgenommen. Wenn man vorher kein Smartphone oder zumindest kein Android besessen hat, dauert das sicherlich länger, zumal man sich erstmal an die Menüführung gewöhnen und herausfinden muss, was das Handy überhaupt kann. Das Einrichten des Dropbox Accounts ging übrigens auch mühelos und nach wenigen Minuten erhielt ich eine Mail, dass meine 25 GB Speicherplatz freigeschaltet wurden.

Da es momentan keine Sync-Software für Mac OS X gibt, kann ich Betroffenen nur raten, eure Daten mit Google zu synchronisieren.

Ich hatte auch kurz die Gelegenheit GPS und Navi zu testen. Dafür habe ich die App “GPS Test” benutzt (gibt es kostenlos im Google Play Store). Ich kann sagen zwischen dem ONE S und dem Desire S liegen diesbezüglich Welten. Das Gerät wird nicht nur vieeeel schneller gefunden, sondern es erkennt auch doppelt so viele Satelliten und ist somit präziser. Der Test lief auf meinem heimischen Sofa. Während das Desire S 5 Satelliten entdeckte und eine Abweichung von ca. 300 Fuß aufwies, erkannte das Samsung Galaxy S 8 Satelliten auf 30 Fuß Genauigkeit und das One S in Sekundenschnelle 20 Satelliten mit einer Genauigkeit von 12 Fuß. Auch beim Navigieren im Auto wurde es deutlich. Ich habe Google Navi benutzt. Wich man beim Desire S von der geplanten Route ab, dauerte es in der Regel eine Weile bis eine neue Route berechnet wurde. Oft musste man einige Kreuzungen passieren, ehe man vom Desire S wieder navigiert wurde. Beim One S bin ich heute absichtlich auch von der Route abgewichen und auf einer geraden Strecke einfach mal abgebogen. Das Gerät erkannte das sofort und spuckte ach wenigen Metern eine neue Route aus. Da ich die Navi-Funktion wirklich gern und oft nutze, ist das absolut topp! Auch im Vergleich zum iPhone 4s kann das One S problemlos mithalten, wobei das One S einen entscheidenden Vorteil zum iPhone hat. Die kostelose Navi-App ist bereits vorinstalliert. Beim iPhone ist eine kostenlose Navigation satndardmäßig nicht vorgesehen. Allerdings findet man auch dort im APP-Store brauchbare Apps, sogar kostenlos. Die Sprachausgabe beim Navigieren war laut und deutlich, wenn auch ziemlich blechern. Den Car-Modus finde ich zwar im Ansatz gut, aber nicht in der Ausführung. Zum einen dreht sich das Display in diesem Modus automatisch quer. Das macht leider nicht jede Handyhalterung mit. Zum anderen frage ich mich, warum von den vier im Car-Modus ansteuerbaren Funktionen zwei ausgerechnet Internetradio und Musik sind. Ok auf sehr alngen Strecken könnte das Sinn machen, aber im Alltag wohl eher nicht. Für gewöhnlich sind Autos ja ohnehin mit Radio und CD ausgestattet und der Sound ist da sicherlich auch besser als aus so einem kleinen Handy. Neben den beiden genannten Funktionen sind im Car Modus noch Google Navi und Telefon ansteuerbar, außerdem wird die Uhr mit Wetter angezeigt.

Soviel zu meinen ersten Eindrücken. Es werden natürlich noch viele weitere  hier auf dem Blog folgen. Fragen und Anregungen sind natürlich immer willkommen!

Wie sind denn eure Erfahrungen mit dem One S? Könnt ihr meine Eindrücke teilen oder war das bei euch ganz anders?

Auf bald,

Eure Sicca

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